Martinsgans und Martinstanz, beide auch heute noch im Brauchtum verwurzelt, haben mit Martin allerdings nicht direkt zu tun. Vielmehr markiert der 11. November den Beginn einer großen vierzigtägigen Fastenzeit vor dem Fest Epiphanie am 6. Januar. Diese Fastenzeit wurde in Gallien schon zu einer Zeit gehalten, als es das Weihnachtsfest am 25. Dezember noch nicht gab und man stattdessen am 6. Januar der Geburt und der Taufe Jesu gedachte. Zählt man von Epiphanie vierzig Tage zurück und läßt dabei die fastenfreien Sonntage und Samstage aus, gelangt man zum 12. November, der damit der erste Fasttag war. Wen wundert es, wenn am Tag zuvor nochmal richtig gefeiert wurde, mit gutem Essen, Musik und Tanz. Und daß am 11. 11. um 11.11 Uhr die närrische Jahreszeit beginnt, verrät die Parallele zur „Fastnacht“ vor dem Aschermittwoch; beidemale beginnt die vierzigtägige Vorbereitungszeit auf ein großes Fest.
Das Martinushaus ehrt den Patron der Stadt Anfang November traditionell mit einem festlichen Gottesdienst in der St.-Agatha-Kirche.
Weitere Informationen zu Martin von Tours erhalten Sie beispielsweise unter www.heiligenlexikon.de oder auf der umfangreichen Martinspage des Erzbistums Köln. | 
|  Bronze-Plastik im Innenhof des Martinushauses „Martinus II“ von Rainer Stoltz 2004-2006
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